Pflanzenschutzmittel
Wie schon bei der Seite „Integrierter Pflanzenschutz“ angesprochen, soll der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nur in Notfällen erfolgen und die Anwendung durch die Befolgung der Allgemeinmaßnahmen und der integrierten Maßnahmen verringert werden.
Denn diese Mittel haben nicht nur positive Seiten. Bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln kann das biologische System durcheinander gebracht werden, Anwender und Verbraucher können zu Schaden kommen, das Trinkwasser und das Grundwasser können verschmutzt werden.
Zudem kann sich das Mittel in Gewässern und im Boden anreichern, nützlichen Tieren kann geschadet werden oder es kann die Entstehung von Resistenzen ausgelöst werden.
Ein Beispiel für ein Pflanzenschutzmittel sind die Herbizide, die Mittel, die gegen Unkraut angewendet werden.
Dabei werden diese Mittel in zwei Kategorien eingeteilt:
1.Wirkungsweise:
- Bodenherbizide:
Ein Bodenherbizid ist ein sogenanntes Totalherbizid, denn es führt durch seine Wirkung zur Abtötung der Samen, sodass gar keine Pflanze entstehen kann.
- Kontaktherbizide:
Wie der Name schon sagt, wirken diese Mittel bei Kontakt. Bei Berührung beeinflusst es zum Beispiel die Photosynthese in den Blättern oder hat eine ätzende Wirkung.
- Systemische Herbizide:
Diese Mittel haben als Wirkstoff verschiedene Hormone. Diese bewirken bei der Pflanze ein unkontrolliertes Wachstum, was letztendlich zum Absterben der Pflanzen führt.
2.Wirkungsbreite:
- Totalherbizide:
Totalherbizide, die zum Beispiel die Bodenherbizide beinhalten, wirken gegen alle Pflanzenarten und schädigen diese.
- Selektive Herbizide:
Diese Mittel wirken nicht total, sondern selektiv, was soviel bedeutet, als dass sie nur gegen bestimmte Pflanzenarten wirken.
Wichtige Begriffe zum Thema Pflanzenschutzmittel:
- Wartezeit:
Wenn man die Pflanzenschutzmittel ausbringt, zum Beispiel auf einem Lebensmittelacker, so kann man nicht sofort danach ernten, sondern muss eine bestimmte Zeit warten, bis man ernten darf. Diese Zeit wird als Wartezeit bezeichnet.
- Höchstmenge:
Bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln kann man die Lebensmittel nicht vor der Substanz schützen, deshalb befindet sich das Mittel meist nicht nur auf, sondern auch in dem Lebensmittel. Die Höchstmenge bezeichnet dabei die noch erlaubte Rückstandmenge.
- Formulierung:
Die Formulierung bezeichnet das Verhältnis und die Kombination von den eingesetzten Wirk- und Zusatzstoffen einem Pflanzenschutzmittel.
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